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Donnerstag, 6. August 2015

Rechnen

Wie wir im Freilernen immer wieder erfahren, ist alles Lernen eine Frage der Motivation. Unser Großer, inzwischen 8, rechnet schon seit geraumer Zeit wunderbar im Kopf. Wie er das gelernt hat? Keine Ahnung. Alles Transferleistungen.

Schriftlich hat er allerdings noch nie gerechnet und auch in seinem Leben keine einzige Rechenstunde erlebt. Vor ein paar Tagen überreichte er dann ein Blatt, auf das er zwei zweistellige Geldbeträge geschrieben hatte. Als ich das Blatt umdrehte, fand ich auf der Rückseite das Ergebnis: 31,99

Da war ich gelinde gesagt platt. Nicht nur, dass er erstmalig überhaupt schriftlich gerechnet hat. Nein, er hat auch direkt mit zweistelligen Kommata gerechnet. Und - wie Mama bestätigen konnte - absolut korrekt.

Seine Antriebsfeder? Er wollte wissen, ob er sich zwei Spielzeuge, die er sich ausgesucht hatte, von seinem gesparten Geld würde kaufen können. Textaufgabe inbegriffen :-)

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Bruchrechnen

Mal wieder hat J. mich mit mathematischen Fragen verblüfft. Gestern wollte er wissen, wieviel ein Viertel von einem Viertel und die Hälfte von einer Hälfte sind.

Dann wollte er noch das Ergebnis von 10x100 und 10x1000 wissen. Vor ein paar Tagen hat er selbstständig ausgerechnet, dass 4x5=20 ist. Und hat mir auch verraten, wie er es gemacht hat: 5 min + 5 min sind 10 min, und das ganze zweimal macht 20. :-)

Überhaupt erweisen sich die Uhr und das sich zunehmend entwickelnde Zeitverständnis als extrem hilfreich beim Rechnen. So ist klar, dass eine Viertelstunde eben ein Viertel des Ganzen zeigt, eine halbe Stunde ein Halbes usw.

Etwas verwirrt habe ich ihn, als er mich im Auto wie so oft fragte, wie lange wir noch bräuchten, bis wir ankommen. Da habe ich geantwortet: eine Drittelstunde. Da war er etwas ratlos. Habe ihn aber anschließend aufgeklärt :-)

Das wirklich Spannende ist, dass er alles, was er rechnet, ausschließlich im Kopf rechnet. Wir haben bisher nichts schriftlich gemacht. Und er rechnet gut.

Was mich an André Stern (Buchautor von "Und ich war nie in der Schule") erinnert, der sagt, er habe alles Wesentliche mit Lego gelernt.

Ich kann mich auch erinnern, dass mich als Kind die Symmetrie und Schönheit von Lego beeindruckt hat. Alles war in Paaren und Viererblocks organisiert. Es gibt sogar ein Buch zu dem Thema: "Mit Legosteinen rechnen lernen". (Gelesen habe ich es allerdings noch nicht.)

Mittwoch, 4. September 2013

Geschäftstüchtig

Unser "Großer" hat nun eine eigene Website mit Fotos seiner Lego-Modelle eingerichtet. Und hat damit direkt Geld verdient: heute waren es genau 0,13 EUR. Jetzt visiert er die erforderlichen 70 EUR an, die man erreichen muss, um zur Auszahlung zu gelangen.
 :-)

Donnerstag, 13. Juni 2013

Taschengeld und Jungenträume

J. liebt es nicht nur, den ganzen Tag mit seinem Klein-Lego zu spielen. Nein, er studiert auch den Katalog und die Lego-Website rauf und runter.

Da er einmal im Monat Taschengeld bekommt, ist er immer ganz erpicht darauf herauszufinden, welches neue Lego-Set er wann wird kaufen können.

So hat er sich in den letzten Wochen ohne viel Erläuterungen unsererseits das Einer- und Zehnersystem und damit den Zahlenraum bis 100 erschlossen.

Im Zwanzigerraum rechnet er schon recht zuverlässig Plus und Minus. Faszinierend, was ein Lego-Katalog so alles bewirken kann.

Pizza und Bruchrechnung

Kürzlich verblüffte J. mich mit einer Bruchrechnung. Und die ging so:

Ein Freund sollte zu Besuch kommen, und J. fragte, wie lange das noch dauere. Ich antwortete: anderthalb Stunden. J. darauf nach kurzer Bedenkzeit: dann sind das noch 6 Viertelstunden.

Was ein Viertel bzw. eine Viertelstunde ist, das hatte uns J.s Buch anhand einer viergeteilten Pizza wunderbar illustriert.

Obwohl ich schon oft gesehen habe, dass Unschooling funktioniert, bin ich in solchen Momenten immer wieder entzückt und sprachlos!