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Montag, 5. Oktober 2015

Wut

Manchmal verblüfft mich die Weisheit meiner Kinder einfach nur. Mein jüngerer Sohn, jetzt 6, hatte seit einiger Zeit eine hartnäckige Warze. Eben sah ich, dass sie abgefallen war.

Darauf angesprochen, sagte er: "Meine Wut war da drin. Jetzt ist die Wut weg. Eigentlich ist Wut gar nichts. Man kann sie nicht sehen."

Das hat mich sehr berührt - vor allem, weil ich gerade durch einen tiefen Heilungsprozess gehe. Und vielleicht konnten nun nicht nur Teile meiner alten Schmerzen (oder Wut) gehen, sondern auch G.s.

Montag, 10. August 2015

Kreative Leere oder der Nutzen eines Whiteboards

Wir sind, seit wir in England leben, ja bekennende Lidl-Einkäufer (nirgendwo bekommt man annähernd so gutes deutsches Brot!) Doch diese Woche hat uns Lidl kein Brot, sondern etwas anderes Wunderbares beschert. Wir haben nämlich drei ziemlich große magnetische Whiteboards gekauft.

Zwei hängen seit gestern prominent neben meinem Schreibtisch, eines hat den Weg ins Büro meines Mannes gefunden. Und die Wirkung der Whiteboards (vorausgesetzt sie sind weiß und sauber) ist verblüffend: sie haben eine außerordentlich stimulierende Wirkung, kreativ zu werden.

Auch in der Gestalttherapie kennt man den Begriff der "kreativen Leere", also einen Art Nullzustand, aus dem nach einer gewissen Ruhe etwas Neues erwächst. Die Whiteboards repräsentieren diese Art Nullzustand.

Innerhalb kürzester Zeit hatten sich die Kinder eines des Whiteboards bemächtigt, zuerst, um darauf eine Straße zu zeichnen und Autos darauf fahren zu lassen (da hing es noch nicht an der Wand) und später, um Pläne für ein Kinderhaus zu zeichnen.


Wie man sieht, will G. (6) in einem Lokomotivenhaus wohnen. Man sieht deutlich die Leiter, die zur Rutsche führt und einen direkt ins Bett rutschen lässt. Unter dem Bett hat der kleine Architekt ein Bücherregal vorgesehen, damit ich ihm dort allabendlich vorlesen kann. Neben der Leiter hat er noch eine Geheimtür vorgesehen.

Spannend zu sehen ist auch, wie sich die Kreativität und der Ideenreichtum, der sich jüngst uns Eltern bemächtigt hat, direkt bei den Kindern fortpflanzt. Wir Großen sind gerade intensiv mit Planen beschäftigt, weil wir unseren Berlingo mit einem Schlafplatz ausstatten wollen. Außerdem träumen wir von einem großen, "leeren" Grundstück im Grünen, wo wir alle möglichen und unmöglichen Träume Wirklichkeit werden lassen wollen.

Apropos leer: ich habe die interessante Beobachtung gemacht, dass meine Kinder Großformat über alles lieben. Mit einem einfachen Din A 4-Blatt hat sich vor allem mein Großer nie anfreunden können. Aber wenn er mit Kreide auf unsere Gartenwand malen darf, dann fängt er sogar dort an zu schreiben. Auch auf der Straße verwandelt er sich schlagartig in einen malfreudigen Künstler.

Mal wieder zeigt sich also, dass man für sich das richtige Material und den richtigen Rahmen finden muss - dann sprudeln wir über, dann werden wir tätig und kreativ.

Mich juckt es auch schon in den Fingern, die Whiteboards mit Ideen, Skizzen usw. vollzukritzeln. Irgendwohin muss er ja fließen können, der innere Reichtum.

Sonntag, 10. August 2014

Freilernen aus spiritueller Sicht

"Die Schule hat ausgedient."

Faszinierend. Von Unschooling kein Wort, doch die Gedanken sind dieselben. Habe den Text nicht vollständig gelesen, doch all das, was ich gelesen habe, kann ich genauso unterschreiben.

Freilernen "sprituell" betrachtet.
http://www.botschafterdeslichts.com/wp-content/uploads/BDI-Nr.-1-Kinder-der-neuen-Zeit1.pdf

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Der Oktober ist ins Land gezogen ...

... und ich habe lange nicht mehr berichtet.

Wir haben die letzte Zeit für eine Reise nach Deutschland mit großem Kindergeburtstag und wundervollen Freilerner-Treffen genutzt. Ganz erfüllt sind wir von diesen Begegnungen zurückgekommen, und es gab einen bittersüßen Nachgeschmack für uns, weil uns nochmal klar wurde, dass wir in Deutschland nicht leben können.

So zahlen wir auch einen Preis für unsere Entscheidung, wie so viele andere Familien auch. Es stellt die Gültigkeit unserer Entscheidung nicht in Frage, im Gegenteil, ich würde diese Entscheidung trotz des zu zahlenden Preises wieder treffen.

Aber ein Stück Schmerz und Wehmut bleibt.

Dienstag, 28. Mai 2013

Tief Luft holen ... und los!

Nur eine Woche nach unserem Umzug ins schöne Hampshire habe ich, noch zwischen Kartons und Umzugschaos, meinen 42. Geburtstag gefeiert.

Man sagt, der Mensch wachse in 7-Jahres-Zyklen. So ist es doch nur passend, dass ich mit dem Schritt in die neue Heimat fast auf den Tag genau auch mein siebtes Jahrsiebt eingeläutet habe.

Der Schritt über den Kanal ist damit die wohl signifikanteste Zäsur meines bisherigen Lebens. Bedeutet er doch in mehr als einer Hinsicht für mich den "Schritt vor den Vorhang". Raus aus der Geheimniskrämerei. Raus aus dem äußeren Zwang. Rein in einen Raum, den es erst noch zu füllen gilt.

Eine gute Gelegenheit, einen neuen Blog zu beginnen.
Findet Ihr nicht?

Herzliche Grüße,
Eure Momo